Amorph

Ein amorpher Werkstoff ist ein in fester Werkstoff, dessen Moleküle nicht in einem Kristallgitter geordnet, sondern ungeordnet beliebig verteilt vorliegen. Im Grunde liegen die Moleküle ungeordnet vor wie in der flüssigen Phase, jedoch in unbeweglicher Form. Im Allgemeinen gelangt ein amorpher Stoff in die feste Phase, indem die Moleküle durch Abkühlung die freie Beweglichkeit verlieren und irgendwann ihre Position nicht mehr beweglich sind.

Amorph sind oft Stoffe, die aus großen Makromolekülen bestehen, die bereits in der Schmelze eine hohe Viskosität aufweisen und bei Abkühlung schließlich so unbeweglich werden, dass sie sich nicht mehr anordnen können. Dies gilt insbesondere für Kunststoffe, die oft auch teilkristallin sind, weil sie bereichsweise doch eine Art Kristallgitter ausbilden. Amorph sind oft auch Werkstoffe, denen fremde Moleküle beigefügt sind, welche die Ausbildung des Kristallgitters des Grundstoffes stören. Auf diesem Prinzip beruht beispielsweise die amorphe Struktur von Glas.

Die Absorption von Licht beruht auf der Resonanzanregung eines Kristallgitters. Kristallgitter sind deshalb undurchsichtig. Da ohne Kristallgitter keine Absorption stattfindet, sind amorphe Stoffe meist durchsichtig. Wenn amorphe Stoffe nicht durchsichtig sind, dann enthalten sie meist kristalline Bereiche, z. B. Beimischungen eines kristallinen Materials.

Meist lässt sich durch die Abkühlgeschwindigkeit der Schmelze bestimmen, wie kristallin oder amorph der Feststoff wird. Bei sehr großer Abkühlgeschwindigkeit fehlt den Molekülen die Zeit, sich vor dem Erstarren im Kristallgitter auszurichten und sie bleiben amorph.

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