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Plasmapulveranlage

Eröffnet neue Werkstoffeigenschaften für Kunststoffpulver und -granulate

UHMWPE (ultrahighmolecularweight) Pulveraktivierung

Für viele Anwendungen wird hydrophiles UHMW Polyethylenpulver als innovative Möglichkeit genutzt. Es kann als Beimischung in Gummi verwendet werden, was zur Folge hat, dass hier eine höhere Weiterreißfestigkeit gegeben ist.

Plasmapulveraktivierung

Zudem ist es auch möglich, durch hydrophiles PE-Pulver die Verbundfestigkeit zwischen Metall und Kunststoff zu erhöhen. Diese Hydrophilierung wird durch eine Plasmabehandlung im Niederdruckverfahren ermöglicht. Die Behandlungsparameter hängen stark von der Partikelgröße des Pulvers ab. Die Plasmabehandlungszeit kann zwischen 5 Minuten und mehreren Stunden liegen. Eine thermische Beschädigung des Pulvers ist ausgeschlossen, da die Prozesstemperatur bei dieser Behandlungsmethode beständig niedrig bleibt. Ebenso werden die Grundeigenschaften des Pulvers wie z. B. Schmelztemperatur, Kristallinitätsgrad und Molmasse nicht beeinflusst. Aufgrund zahlreicher variierbarer Prozessparameter kann eine Vielzahl von Schichteigenschaften erzielt werden.

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Artikel in der IVAM Fachverband für Mikrotechnik

"20.11.2012 -Mit Hilfe der Plasmatechnologie lassen sich nun auch Kunststoffpulver und -granulate im industriellen Maßstab modifizieren. Diener plasma GmbH + Co. KG, Ebhausen, hat eine Niederdruck-Plasmaanlage entwickelt, mit der beispielweise funktionale hydrophobe Additive dauerhaft hydrophil gemacht werden können – mit dem Effekt verbesserter Produkteigenschaften für innovative Anwendungen.

Polyethylen ist von Natur aus hydrophob und somit nicht in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen. Deshalb ist der Werkstoff nicht für alle Anwendungen hilfreich. So fehlt beispielsweise oft die chemische Bindung zwischen dem Kunststoffgranulat und dem Additiv. Um dies zu ändern, hat Diener plasma für die Hydrophilierung der Pulver eine Plasmaanlage entwickelt. In der PC-gesteuerten Anlage können pro Charge 25 kg Pulver durch die Zuführung von Sauerstoff, Stickstoff oder Argon als Prozessgase behandelt werden.

Bislang war die Plasmabehandlung von Schüttgütern wie Pulver nur im Labormaßstab mit Mengen bis zu 1 kg möglich. Mit der Anlage hat Diener erstmals die Voraussetzungen für einen industriellen Einsatz geschaffen. Das Pulver wird während des gesamten Prozesses in einem Trommelrezipienten kontinuierlich durchmischt, so dass eine gleichmäßige Behandlung gewährleistet ist. Durch die niedrigen Prozesstemperaturen von rund 30 °C ist die thermische Schädigung des Pulvers ausgeschlossen, so dass deren Grundeigenschaften unverändert bleiben. Die Einstellung der gewünschten Oberflächeneigenschaften wird durch die Variation der Prozessparameter gezielt gesteuert.

Durch die im Plasma wirksamen Sauerstoffgruppen eröffnen sich für Kunststoffverarbeiter neue innovative Anwendungen. So lässt sich die Oberflächenenergie von Polyethylenpulver innerhalb weniger Minuten um das Zehnfache erhöhen. Mit solchen Additiven können sich Kunststoffverarbeiter zum Beispiel Gummi-Typen mit höherer Weiterreißfestigkeit erschließen oder poröse Filterelemente im Sinterprozess herstellen."

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