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Lohnbehandlung

Oberflächenmodifizierung inhouse

Wenn Sie die Oberflächenbehandlung Ihrer Bauteile nicht selbst übernehmen möchten, bieten wir Ihnen die Lohnbehandlung bei uns im Hause an. Dafür stehen mehrere Plasmaanlagen sowie qualifizierte, erfahrene Mitarbeiter zur Verfügung, die für eine optimale Oberflächenqualität Ihrer Bauteile und Komponenten sorgen. Die Lohnbehandlung wird durch die Diener plasma GmbH & Co. KG durchgeführt, welche nach DIN ISO 9001: 2015 und DIN ISO 13485: 2016 zertifiziert ist.

Sollten Sie Fragen zu einem der Themen oder einer möglichen Lohnbehandlung haben steht Ihnen folgender Support gerne zur Verfügung:

Tel.: +49 7458 999 31 0
E-Mail: treatment@plasma.com

Möglichkeiten in der Lohnbehandlung

Es können bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Werkstoffe mit Plasma gereinigt, aktiviert, geätzt und beschichtet werden. Hierfür stehen Anlagen für Bauteile bis zu einer Größe von 1,90 m x 1,30 m x ca. 1,40 m und Schüttgüter in großen Mengen bis zu 50 l pro Charge zur Verfügung, für Kleinmengen auch kleinere Anlagen.

LABS frei Reinigung

In vielen Bereichen werden heute LABS freie Bauteile gefordert.
Dies bedeutet, dass die Teile frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen sein müssen. Dies ist nicht nur im Lackierprozess selber nötig, sondern beinhaltet auch sämtliche vorgeschalteten Prozesse und ist insbesondere in der Automobiltechnik eine immer häufiger angefragte Dienstleistung.
Durch eine Plasmabehandlung können nahezu alle Werkstoffe und Bauteile gereinigt werden, um diese Anforderung zu erfüllen.
Da es sich um eine Feinstreinigung handelt, kann es vorkommen, dass stärker verschmutzte Teile zuerst einer Vorreinigung unterzogen werden müssen.
Die Reinigungsleistung kann anschließend mittels eines Lackbenetzungsstörungstests überprüft werden.
Hierbei wird die vom Kunden gewünschte Norm angewendet z.B. VW-Norm 3.10.7 oder Festo Norm 9420102.
Die Teile werden im Anschluss kontaminationsfrei verpackt und es wird auf Kundenwunsch ein Reinigungszertifikat erstellt, welches die LABS Freiheit bestätigt.

Randwinkelbestimmungen

Um zu erfahren, ob eine verwendete Oberfläche die geeignete Oberflächenspannung für eine spezifische Weiterverarbeitung hat, gibt es die Möglichkeit der digitalen Randwinkelbestimmung.
Gerne bestimmen wir für Sie die Randwinkel. Die daraus resultierenden Bilder können direkt gespeichert und zur Verfügung gestellt werden.

Rückverfolgbarkeit

Schon lange ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit nicht mehr nur bei medizinischen Produkten nötig.
Egal ob in der Automotive Branche oder in der Luft- und Raumfahrttechnik - in vielen Bereichen ist durch Normen oder den Kunden selbst die Anforderung gestellt, dass jedes Produkt in seiner Entstehung zurückverfolgt werden kann.
Die Plasmabehandlung macht hier keine Ausnahme. Durch unsere spezielle Software bei der Anlagensteuerung ist dies ohne viel Aufwand problemlos zu bewerkstelligen.
Jeder Prozess über die automatische Programmsteuerung wird in einem ausgewählten Verzeichnis gespeichert. Hier sind alle Daten enthalten, wie das Produkt behandelt wurde bis hin zu den Grenzwertparametern des eingegebenen Programms.
Auch die Weiterleitung bzw. Speicherung in einer Datenbank sind möglich um Datenverlust bei einem eventuellen Rechnerausfall zu verhindern.
Nach jeder gelaufenen Charge kann ein Prozessausdruck erfolgen. Die Menge kann hierbei beim Starten des Programmes festgelegt werden.
Die Zuordnung der gelaufenen Charge zum Produkt ist anschließend möglich durch ein Etikett, welches mit den gleichen Daten versehen ist wie das Protokoll und welches auf das verpackte Produkt aufgebracht wird. Auch hier ist die Menge vorab frei wählbar.
Mit einem Blick auf das Etikett ist die Charge, der Behandlungstag und die Behandlungszeit ersichtlich.
Alle Dokumente zu der aktuellen Behandlung werden in Produktordner gesammelt.
Für jeden Kunden und jeden einzelnen Artikel werden diese Produktordner erstellt, sodass mit einem Handgriff alle Daten wie z.B. Bestellung, Lieferschein, Fertigungsauftrag, Auftragsbestätigung und Protokolle einzusehen sind.

Weitergehende Montagetätigkeiten

Wenn Bauteile aufgrund von einer kurzen Haltbarkeit der Aktivierung ( z.B. Metalle) schnellstmöglich weiterverarbeitet werden sollten; besteht die Möglichkeit leichtere Montagetätigkeiten, für welche keine speziellen Vorkenntnisse oder Werkzeuge benötigt werden, direkt bei uns in der Lohnbehandlung auszuführen z.B. Etiketten aufkleben.

FAQ Häufig gestellte Fragen

Welche maximalen Bauteilabmessungen können in Ihrer Anlage behandelt werden?

Die maximale Größe der Bauteile liegt bei 1,90 – 1,40 m, bedingt durch die vorhandenen Anlagen der Lohnbehandlung bei Diener plasma GmbH & Co. KG

Welche Stückzahlen bzw. Chargengrößen können Sie gleichzeitig behandeln?

Die mögliche Chargengröße richtet sich nach der Größe und Form der Bauteile sowie nach der Anordnung in der Anlage.
Daher lässt sich die Stückzahl nicht pauschal festlegen. In der Praxis können jedoch mehrere Bauteile gleichzeitig in einem Prozesszyklus behandelt werden, wodurch eine effiziente Serienbearbeitung ermöglicht wird.

Wie lange dauert der Prozess der Plasmabehandlung pro Bauteil bzw. pro Charge?

Die Prozessdauer der Plasmabehandlung hängt stark von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem:
• Material des Bauteils (z. B. Kunststoff, Metall oder Glas)
• Größe und Geometrie der Bauteile
• gewünschte Prozesswirkung (Reinigung, Aktivierung)
• Anzahl der Bauteile pro Charge

Daher kann die Behandlungszeit nicht pauschal angegeben werden. 

Gibt es Angaben oder Erfahrungswerte dazu, wie lange die Oberflächenaktivierung nach der Behandlung erhalten bleibt?

Die Dauer der Oberflächenaktivierung hängt stark vom Werkstoff sowie von den Lagerbedingungen ab.

Kunststoffe:
Je nach Material kann die Aktivierung mehrere Tage bis zu mehreren Monaten stabil bleiben. Faktoren wie Lagerung, Luftfeuchtigkeit und Oberflächenkontakt beeinflussen die Stabilität der Aktivierung.

Metalle und Glas:
Bei diesen Materialien nimmt die Aktivierung in der Regel deutlich schneller ab und hält meist nur wenige Minuten bis einige Stunden an. Daher empfiehlt es sich, nach der Behandlung eine möglichst zeitnahe Weiterverarbeitung durchzuführen.

Welche Prüfmethoden setzen Sie ein, um den Erfolg der Plasmabehandlung zu verifizieren?

Zu Überprüfung der Aktivierung: 
Oberflächenenergiemessung mittels Testtinten 
Durch den Einsatz von Testtinten kann schnell und zuverlässig überprüft werden, ob die erforderliche Oberflächenenergie erreicht wurde.

Oberflächenenergiebestimmung mittels Wasser: 
Diese Methode ermöglicht eine Bewertung der Benetzbarkeit der Oberfläche, ohne die Bauteile durch Testtinten zu kontaminieren.

Zur Überprüfung der Reinigung:
Für Anwendungen mit Reinheitsanforderungen führen wir entsprechende Tests durch, um sicherzustellen, dass die Bauteile frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen (LABS) sind.

Des Weiteren stellen uns für die Prozessentwicklung ein Kontaktwinkelmessgerät sowie ein Laser Scanning Mikroskop zur Verfügung.

Können die Prozesse rückverfolgt werden?

Ja, sämtliche Behandlungsprozesse werden vollständig dokumentiert und protokolliert.
Dabei werden unter anderem folgende Prozessparameter gespeichert:
• Behandlungszeit
• Plasmaleistung
• Prozessgas 
• Chargendaten
• Datum und Uhrzeit

Über welche Zertifizierungen verfügt Ihr Unternehmen (z. B. ISO-Zertifizierungen) und werden diese regelmäßig auditiert?

Die Diener plasma GmbH & Co. KG ist nach folgenden Normen zertifiziert:
• DIN EN ISO 9001 – Qualitätsmanagementsystem
• DIN EN ISO 13485 – Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte
Diese Zertifizierungen werden regelmäßig durch unabhängige Audits überprüft, um die Einhaltung der Normanforderungen sowie eine kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse sicherzustellen.

Stellen Sie nach der Behandlung Prüf- oder Prozesszertifikate aus?

Für unsere LABS-freie Behandlung stellen wir auf Wunsch entsprechende Prüf- und Prozesszertifikate aus. Diese entsprechen den Anforderungen der: Festo bzw. VDMA 942010

Wie werden die Bauteile nach der Plasmabehandlung verpackt, um die behandelte Oberfläche zu schützen?

Nach der Behandlung werden die Bauteile unmittelbar in kontaminationsfreie Verpackungen eingebracht, um eine erneute Verunreinigung der aktivierten Oberfläche zu vermeiden.

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